ISWo: Interview mit Klaus Oestreicher und Susan Schanz

Wie versprochen folgt nun der zweite Teil der ISWo Interviews. Unseren ersten Teil könnt ihr hier nachlesen.

Der Businessguru Klaus Oestreicher

Bevor Oestreicher sich für Unternehmen interessiert hat, machte er ein Musikstudium. Danach hat er eine Zeit lang in der Musikindustrie gearbeitet und erkannt, dass seine eigentlichen Fragen in der Zukunft von Unternehmen liegen. Er hat die Vernichtung von Unternehmen selbst miterlebt. In seinem Vortrag hat er uns die Prozesse erläutert, die zu einem möglichen Untergang von Unternehmen führen können. Am Ende hatten wir einen sehr erleuchtenden Vortrag über die sich im Wandel befindende Zukunft der Unternehmen.

PFH: Wie sind Sie zu dem gekommen, was Sie jetzt machen?

Er hat in zwei Industrien gearbeitet die Opfer einer Krise wurden. Diese Konzerne wurden vernichtet. Oestreicher stellte für sich selbst fest, dass bei diesen Unternehmen ein ähnliches Schema bei der Vernichtung aufgetreten ist. Daraufhin suchte er Antworten.

PFH: Welchen Weg muss man einschlagen, um Ihre Tätigkeit auszuführen?

Laut Oestreicher braucht man Kenntnisse in der Psychologie, der Wirtschaft und Investitionen. Makroökonomie empfiehlt er ebenso. Wichtig sei Ihm außerdem die „Helikopter-Perspektive“. Bei dieser müsse man über dem Thema den Gesamtzusammenhang sehen. Erst dadurch kann man Vor-und Nachteile einer Vernichtung erkennen und verstehen.

PFH: Haben Sie eine Lebensweisheit für uns Studenten?

„Höre nie auf zu lernen und glaube nicht, dass das Gelernte ausreicht.“ Er selbst hat zuvor Musik studiert und hat sich danach auf die Wirtschaft konzentriert, um da sein Wissen auszubauen.

PFH: Wie sehen Sie die Zukunft der Unternehmen?

Unternehmen müssen wesentlich wandlungsbereiter werden.  Kurzfristige Sichtweisen mit wenigen Innovationen mögen für den Einzelnen von Vorteil sein, können sich aber in der Zukunft für das ganze Unternehmen negativ auswirken. Er lehnt ein Vertrauen auf „Altbewährtes“ ab. Kurzfristige Sichtweisen mit wenigen Innovationen und dem Vertrauen auf Altbewährtes mögen zwar kurzfristig vorteilhaft erscheinen, doch nur eine langfristige, wandlungsbereite Unternehmenshaltung kann das Unternehmen auf eine bevorstehende Krise vorbereiten.

 

Die Engländerin Susan Schanz

Frau Schanz ist an der PFH ein bekanntes Gesicht. Sie lehrt uns Business – Englisch in höheren Semestern. Sie ist eine herzliche Frau, die uns ihr Land einmal nähergebracht hat. Neben der Geschichte erklärte sie uns außerdem die Bedeutung von „Brexit“, – dem Ausstieg der Briten aus Europa. Da sie in England aufgewachsen ist haben wir diesen Vortrag auf Englisch gehalten. Somit hat sie neben der Geschichte, der Kultur und der Geschäftswelt der Briten auch unsere Sprachkenntnisse in Englisch erweitert.

PFH: Wie sind Sie zu dem gekommen, was Sie jetzt machen?

Geboren und aufgewachsen ist sie in England. Zunächst hat sie dann Wirtschaftswissenschaften studiert. Anschließend hat sie für die Industrie und den Handel gearbeitet. Außerdem hat sie bei einer wohltätigen Organisation gearbeitet.

PFH: Welchen Weg muss man einschlagen, um Ihre Tätigkeit auszuführen?

Zunächst bräuchte man ein abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches Studium. Weiterhin wichtig, ist es Business Erfahrung zu sammeln und seine Fähigkeiten im Bereich Verhandlungsgeschick und Redegewandtheit zu verbessern.

PFH: Haben Sie eine Lebensweisheit für uns Studenten?

Da sie geborener Hindu ist, spielt für sie Respekt eine wichtige Rolle. Ihre Lebensweisheit für uns ist daher stets einen respektvollen Umgang mit anderen Menschen zu pflegen und stets auf gleicher Augenhöhe mit ihnen zu sprechen.

PFH: Wie beurteilen Sie den Brexit- Ausstieg der Briten aus der EU?

Die Situation ist aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Geschäftsmänner werden die EU nicht verlassen wollen, da sie auf den freien Warenverkehr und den erweiterten Absatzmarkt ungern verzichten möchten. Die nicht im geschäftlichen Bereich tätige Privatperson würde keinen spürbaren Effekt durch einen Austritt aus der EU bemerken. Um Schanz zu zitieren: „ It worked before“. Bevor die Briten der EU beigetreten sind waren sie schon ein stabiles, funktionierendes Königreich.

Wir freuen uns bereits auf die nächste ISWo und werden interessante und spannende Zusatzinformationen bereithalten.

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